Flüsterdolmetschen (oder Chuchotage)


- das ‚echte’ Flüsterdolmetschen:
Das echte Flüsterdolmetschen (auch Chuchotage, von frz. chuchoter für „flüstern“) ist eine Form des Simultandolmetschens, kommt ganz ohne technische Hilfsmittel aus. Es kann allerdings nur für maximal zwei zuhörende Personen in die Ohren flüsternd gedolmetscht werden. Der Dolmetscher sitzt zwischen oder hinter seinen Zuhörern und spricht ihnen die Verdolmetschung sehr leise zu. Dies ist für die Stimme überaus anstrengend und somit nur zeitlich begrenzt möglich.

Vorteile:   Nachteile: 
• keine Simultankabine
• räumliche Flexibilität
• kostengünstigste Lösung da keinerlei Technik  
• akustisch nicht abgeschirmt
• begrenzte Personenzahl
• anstrengender für den Dolmetscher  


- Flüsterdolmetschen aus der ‚Flüstertüte’:


- alternativ: das Flüsterdolmetschen aus der ‚Flüstertüte’ oder dem ‚Flüsterkoffer’:

das ist die mobile Flüster- oder Führungsanlage (im Koffer), die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Hierbei muss keine Dolmetschkabine bereitgestellt werden, was ein großes Plus an räumlicher Flexibilität bedeutet. Besonders geeignet für Führungen oder kleinere Sitzungen am Tisch, wenn nur eine Sprachrichtung gewünscht wird und die Anzahl der Sitzungsteilnehmer überschaubar ist. Der Dolmetscher hört ‚aus der Luft’ ohne Mikrofon und hält sich deshalb in akustischer Nähe zum Redner auf.

Vorteile:   Nachteile: 
• größere Personenzahl
• keine Simultankabine
• räumliche Flexibilität
• kostengünstig  
• akustisch nicht abgeschirmt
• begrenzte Anzahl Sprachkombinationen